Herzlich willkommen in der Integrativen Kindertagesstätte

Die Integrative Kindertagesstätte von St. Martin Düngenheim kann Vorschulkinder mit oder ohne Teilhabebedarf im Alter von 2-6 Jahren aufnehmen. Die Kinder kommen aus dem umliegenden Einzugsgebiet, sind Bewohner von St. Martin oder Kinder von Mitarbeitern.

Durch die gemeinsame Erziehung und Förderung von Kindern mit und ohne Teilhabebedarf wird erreicht, dass die Kinder lernen, vorurteilsfrei und angstfrei miteinander umzugehen sowie Stärken und Schwächen zu ertragen und zu akzeptieren lernen.

Dabei geht es mehr um die Entwicklung der Fähigkeiten, mit den eigenen Einschränkungen leben zu lernen und bestehende Fertigkeiten auszubauen, als um das Bestreben, alle Defizite zu beseitigen. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt im alltäglichen Zusammenleben; es geht darum, übersteigerte Selbstwert- und Unwertgefühle zu korrigieren und gleichzeitig die Kinder in ihren individuellen Möglichkeiten im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich zu fördern.

In der Kindertagesstätte von St. Martin erfolgt eine vorschulische Förderung, wie in allen Regelkindergärten. Ausgehend von der Zielsetzung jeglicher Erziehung, nämlich die größtmögliche Selbstentfaltung des Kindes, seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu erreichen, orientiert sich die Kindertagesstätte an dem Leitwort der Montessori Erziehung „Hilf mir, es selbst zu tun“. Er richtet die pädagogische Arbeit methodisch nach dem Leitgedanken des situationsorientierten Ansatzes und offenen Arbeitens aus, das heißt, unter Anderem wird der Tagesablauf offen geplant und organisiert.
Weitere Hilfe und Orientierung für die Kinder bietet auch die Übersichtlichkeit des Gruppengeschehens, eine verminderte Gruppengröße mit maximal 15 Kindern, eine Differenzierung innerhalb der Gruppe, die Gestaltung der Räume, sowie die offene und annehmende Zuwendung der Betreuer. Auch therapeutische Angebote für Kinder mit Beeinträchtigung werden in Tagesablauf und Gruppengeschehen integriert, um zu erreichen, dass die therapeutische Einzelübung eine immer geringere Rolle spielt. Somit erlebt das Kind mit Teilhabebedarf mit seinen eigenen Fähigkeiten und Einschränkungen die therapeutische Förderung als „normales Förderangebot“.

Die Integrative Kindertagesstätte ist eine zweigruppige Einrichtung, in der je Gruppe 10 Regelkinder und je 5 Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammen betreut werden. Er befindet sich im Gebäudetrakt der heimeigenen Förderschule und verfügt neben der üblichen Ausstattung auch über einen eigenen Förderraum für Therapiemaßnahmen und Einzelförderung.

Für die Kinder wird die Betreuung über die Mittagszeit angeboten. Neben dem Angebot von Mittagessen besteht ferner die Möglichkeit zur Mitnutzung der gesamten Infrastruktur der Gesamteinrichtung von
St. Martin: Schwimmhalle, Spielplätze im Heim- und Schulgebäude, Tiergehege, Pferde, Förderräume in den Tagesförderbereichen für Erwachsene, zum Beispiel Snoezelräume, Bällchenbad und Fachräume der Schule wie Rhythmikraum und Turnhalle.

Da der Übergang von der Kindertagesstättenbetreuung zum Schuleintritt eine entscheidende Schnittstelle für die Kinder darstellt, ist es wichtig, diese Zeit engmaschig und mit speziellen Angeboten zu begleiten. Aus diesem Grund wird in jedem Jahr ein so genannter Kooperationskalender für das Kindergartenjahr vor der Einschulung erstellt. Er enthält von den Kindertagesstätten und Grundschulen der Region gemeinsam geplante Aktionen wie Schulbesuche, Experimente, Projekte und Fortbildungen und wird auch an die Eltern ausgegeben.

In diesem letzten Kindergartenjahr sollen elementare Kenntnisse und Fähigkeiten als Grundlage für die Arbeit in der Grundschule vermittelt werden. Insbesondere die Beobachtung der Sprachentwicklung und deren besondere Förderung durch gezielte Bildungsangebote haben besondere Bedeutung.
Für die Erziehung und Förderung in der Integrativen Kindertagesstätte stehen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sowie heilpädagogische Fachkräfte zur Verfügung.
Darüber hinaus richtet sich die personelle Besetzung nach Bedarf, zum Beispiel bei erhöhtem Betreuungsaufwand.

Als weiteres Angebot in diesem Bereich ist die
Kindertagesstätte Kaisersesch unter dem Dach der
St. Hildegardishaus gGmbH zu finden. Wir verweisen auf ihr eigenes, generationsübergreifendes Konzept, welches Grundlage für den Neubau des Hauses für Kind und Familie in Kaisersesch darstellt.